deckkraft featuring…

 

Im Reisholzer Hafen präsentiert deckkraft (Walter Eul & Marc von Criegern) im September 2013 sieben monumentale Bilder, die in Kooperation mit sieben Künstlern entstehen. Jeder der geladenen Künstler arbeitet dabei gleichzeitig mit deckkraft an einem gemeinsamen Bild. Ihre unterschiedlichen Malstile und Denkweisen prallen dabei experimentell auf einander.

Weitere Informationen und Videos:  “ deckkraft featuring… „

Eröffnung am 13. September – 19:00 Uhr

Einführung: Dr. Gregor Jansen, Direktor der Kunsthalle Düsseldorf

ab 21:00 Uhr: Liveact Jochannon – „cracking up“ – 3D Dub

Reisholzer Werftstr. 77 – 40589 Düsseldorf – Reisholz – Hafen

Teilnehmende Künstler:  Robert Klümpen, Peter Pommerer, Ted Green, Roman Lang, Robert Pufleb, Stefan à Wengen, Daniel Man

Photos: deckkraft

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Opening:

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vlnr: Walter Eul und Marc von Criegern (Deckkraft), Stefan à Wengen (im Hintergrund), Roman Lang, Daniel Man und Dr. Gregor Jansen (rechts im Bild)

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Deckkraft und Peter Pommerer

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Deckkraft und Robert Pufleb

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Deckkraft und Daniel Man

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Deckkraft und Roman Lang

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Deckkraft und Robert Klümpen

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Deckkraft und Ted Green

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Deckkraft und Stefan à Wengen

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28 Thesen / Aussagen als Eröffnungsrede in Reisholz und im Nachgang zu den Texten von Magdalena Kröner und Stefan à Wengen von Gregor Jansen. (2013)
1.Das Vermögen einer Farbe oder eines Lackes, den Untergrund zu überdecken, wird als Deckvermögen oder Kontrastverhältnis bezeichnet. Die umgangssprachlich ebenfalls oft verwendeten Begriffe Deckkraft und Deckfähigkeit sollen dagegen explizit nicht mehr angewendet werden.
2.Vom Begriff deckend ist opak zu unterscheiden.
3.Je niedriger das Deckvermögen, desto schlechter kann eine Farbe eine andere Farbe überdecken. Weiße Malerfarbe mit hohem Deckvermögen wird Deckweiß genannt, eines der frühesten dafür eingesetzten Pigmente war Bleiweiß. Das zur Übertönung notwendige Deckvermögen hängt aber auch von der Art des Hintergrundes ab. Hellere und dezentere Farben sind leichter zu „übertönen“ als dunkle und intensive.
4.Stefan à Wengen deckt mit starker Kraft den kulturellen Raum als Eindruck zwischen Magie und Mythos, zwischen Symbol und Imagination. Etwas Unheimliches hat sich in unsere Bildercodes eingeschlichen. Symptomatisch für das Gesamtprogramm!
5.Lacke, Ölfarben oder andere professionelle Malerfarben haben in der Regel ein höheres Deckvermögen als Farben wie Wasserfarben. Das Deckvermögen ist eine wichtige Eigenschaft für die Pigmentauswahl. Anorganische Pigmente, die gröbere Partikel besitzen und durch Streuung decken, weisen in der Regel ein höheres Deckvermögen als organische Pigmente auf. Diese erreichen haben mit ihren feineren Partikeln das Deckvermögen meist durch Absorption.
6.Roman Lang verschiebt die Pigmente im geometrischen Raster zu Polke Dots inmitten des Gefüges von Ornament, Symbol, Raster und Detailtreue – Street Art Credibility.
7.Das Deckvermögen wird qualitativ ermittelt, indem eine Farbschicht definierter Dicke auf einen kontrastreichen Untergrund (meist schwarz und weiß einer Kontrastkarte) aufgetragen wird. Quantitativ ermittelt wird das Deckvermögen, indem nach der Trocknung oder Härtung der Farbabstand zwischen dem freien und dem mit Farbe überdeckten Untergrund gemessen wird. Die Schichtdicke, oberhalb der sich die koloristischen Eigenschaften nicht mehr ändern, gilt als deckend.
8.Komplett deckend, und dennoch opak, verstreut Robert Pufleb seine Motive zwischen „Natural Born Killers“ und venezianischem Carne vale – dem „Fleische Lebewohl“ sagen. Wundervolle Nachtfarben.
9.Im Jahre 1934 brachte der Kunsthistoriker und Psychoanalytiker Ernst Kris zusammen mit Otto Kurz das damals provokante Buch „Die Legende vom Künstler“ heraus. Anhand der stereotypen Geschichten und Legenden, die über Künstler häufig niedergeschrieben wurden, stellten sie die Frage nach deren historischer Authentizität. Otto Kurz hatte zum Beispiel entdeckt, dass eine Geschichte, die der Begründer der Kunstgeschichtsschreibung Giorgio Vasari über den Maler Filippo Lippi erzählt, in Wirklichkeit einer italienischen Novelle entnommen war und auf den Künstler schlicht übertragen wurde.
10.Ted Green ist der erste im Bunde der neuen Partner. Sein Leben und Malen sind der Urgrund der erweiterten Deckkraft und des Horizontes über von Criegern und Eul(en) hinaus. Die Eulen sind nicht das, was sie scheinen. Aus Twin Peaks wird Triplets Peaks. Spurensuche nach oder hinter der Wahrheit.
11.Heute ist zum Medium der literarischen Anekdoten-Kontexte von bildender Kunst das Medium Film gekommen. Dabei ist auffällig, dass die Spielfilme zum Leben der Künstler in erster Linie Literaturverfilmungen sind und erst in zweiter Linie „Bildverfilmungen“. Zweifellos ist auch im Film die Neigung zur Legendenbildung und Dramatisierung bei der Schilderung des Künstlerlebens deutlich. Was aber sind die spezifisch bildnerischen Mittel und Möglichkeiten, den Prozess des „Bildermachens#8220; in einer neuen Qualität des Mediums Films in der Darstellung von Künstlerbiographien herauszuarbeiten?
12.In Streifen, in unendlich langen Streifen, wird die Welt geschildert, wird das Leben erzählt wie Peter Pommerer für sich reklamiert mit blauen Mädchen, gelben Elefanten und letztlich doch mit Füßen getreten, oder getragen, unterhalb des Streifens – darf man das Deckkraft nennen!?
13.Neues Thema: Die Kunst, andere für sich arbeiten zu lassen! Malergenie im kalten Kämmerlein? Nicht im Ernst! Heutige Künstlerstars sind lieber Unternehmer, die in Großraumstudios Werke unter Laborbedingungen in Serienproduktion anfertigen lassen. Solche Kunstmanufakturen sind allerdings keine Erfindung des 21. Jahrhunderts – es gibt sie, seit es die Kunst gibt, besser, seit es die Legende der Kunst und der Künstler gibt.
14.Es gibt nur eine Sache, die in der Kunst wirklich zählt. Die Signatur! Der kleine Schriftzug auf einem fertigen Gemälde entscheidet darüber, ob sich dieses im Zweifelsfall in einen fetten Wert verwandelt oder doch nur ein Haufen Material ohne jede Absicht bleibt. Die Signatur ist die Obsession des Kunstbetriebs!
15.Die Signatur besteht gewöhnlich aus einem einzigen Namen, dem des Künstlers. Manchmal sind es auch zwei. Dann handelt es sich in der Regel um ein Künstlerpaar. Was dagegen so gut wie nie vorkommt, ist, dass ein Produktionskollektiv auf einem Kunstwerk unterzeichnet.
16.In den wilden Abwaschungen bei Robert Klümpen wird man dem Kampf, dem Schweiße des Ringens, dem multiplen Kämpfen angesichts des ambivalenten Motivverlusts und Motivgewinns gewahr. Impulsiver Nachvollzug der getanen Arbeit! Das Bild stößt ab und zieht attraktiv an. Kollektivschweiß – Unbedingt Film sehen!
17.In manchen Großraumstudio-Ateliers hört man allerorten das bindende Wörtchen „wir“. Auch vom Meister selbst: Wir haben festgestellt. Wir haben ausprobiert. Kollektivgedanke. Und die Rede ist hier keineswegs von einer lässig agierenden, basisdemokratischen Rockband, die etwas musiziert, zusammen spielt, zusammen ein Bier trinkt und Songs komponiert. Der Betrieb (hier Bsp. Anselm Reyle) ist ein mittelständischen Unternehmen: Es gibt einen Chef, und um ihn herum werkeln zwei Dutzend Helfer – Künstler, Architekten, Schreiner – die so lange anonym bleiben, bis man sie nach ihrem Namen fragt.
Angesichte der Größe der Arbeiten: aktuelle WAHLPLAKATE… Das WIR entscheidet … SPD.
18.Ob von Rembrandt und Rubens denkend, an Warhols Factory erinnernd; Frühe Werkstätten ähnelten Alchimistenlabors, wo der spätmittelalterliche Meister mit seinen Gehilfen die Kunst wie eine Geheimwissenschaft betrieb, mit sorgsam vor der Konkurrenz gehüteten Musterbüchern. Heute sind die globalen Wir-AGs von Olafur Eliasson, Tobias Rehberger, der Vorreiter Jeff Koons, Damien Hirst, Zhang Huang und Murakami Takashi mit seiner Company KaiKai Kiki ganz ähnliche Unternehmen mit Beschäftigungsverhältnissen zwischen 20 und 200 Menschen.
19.Seit der Renaissance strebten die Künstler nach einer nicht strikten, aber doch latenten Trennung von Entwurf und Ausführung. Theorie des Disegno. Sie wollten ihre traditionelle Zugehörigkeit zum Handwerk und zu den Zünften überwinden und ihren gesellschaftlichen Stellenwert eben dadurch erhöhen, dass sie den geistigen Aspekt ihrer Arbeit betonten. Die Werkstatt, als Stätte einer angestrengt mühsamen, mitunter schmutzigen Handarbeit, blieb bei diesen Ambitionen ein heikles Terrain.
20.Die Idee des schöpferischen Einzelgängers, des Genies, zog sich relativ ungehindert vom 19. Jahrhundert durch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, und quer durch die Avantgarden der Moderne. Im Grunde brach dann nach der Intervention von Duchamp Warhol mit dem antiquierten Geniebegriff. Warhols New Yorker „Factory“ war nicht nur Arbeitsplatz für seine Assistenten, die dort nach seinen Anweisungen Siebdrucke und allesmögliche fabrizierten. Sie war vielleicht auch die berühmteste Partylocation der Sechziger – ganz nebenbei entstanden Filme. Wie kein zweiter Künstler begriff Warhol, dass im angehenden Medienzeitalter die Trennung zwischen Original und Reproduktion, wenn überhaupt vorhanden, hauchdünn werden würde.
21.Die Qualitätskontrolle, die nachträgliche Selektion der gelungenen Werke, ist wichtiger Teil der Produktionskette. Oder, um mal wieder direkt zum Thema zu kommen, bei Deckkraft das Ende der jeweiligen Kooperation. Aus 3 mach eins! Schluß machen bedeutet – Gut ist´s!
22.Walter Eul und Marc von Criegern sind ein Kontrastverhältnis. Name – und Logo – für deckkraft. In der Hinzunahme eines dritten Künstlers, und es sind ausnahmslos männliche Kollegen, bislang, wie sie anmerken!, entsteht neben dem bestehenden Kontrast- noch ein Spannungsverhältnis. Diese Bilder – wie die Werke davor – sind für einen bestimmten Ort entstanden, diese 7 hier mit ihrer Größe von 3, 50 x 6 Metern also genau für hier. Monumentale Manifeste, geschrieben wie gemalt.
23.Diese Bilder gemahnen an abstrakte Expressionen oder expressive Figurationen. Die gewohnte individuelle Autonomie geht auf – oder unter – im prozesshaften Austarieren des gemeinsamen Handelns.
24.Die Wahl der Künstler war von reinem Interesse geprägt. Es sollten spontane, ungesteuerte, freie und experimentelle Teamworks entstehen, eine ständige Herausforderung für die zwei und einen dritten Beteiligten. Selbstorgansierte Schein-Selbständigkeit in Zeiten von Hartz 4.
25.Gemeinsam ist man stärker und nicht mehr einsam im Atelier. Ein Scheitern wird unwahrscheinlicher. Ein Kompromiss erträglicher. Wie ein Free-Jazztrio feilen sie am großen Ganzen, aber auch an Nuancen. Die Ergebnisse sind verblüffend, das Risiko wird belohnt.
26.Erstaunlich ist die Geschlossenheit dieser Offenheit, ist die Farbigkeit und Dynamik, welche spontan an Graffitis oder Writings im Stadtraum und die Street erinnern. Überlagerung, Übersättigung, Übersprühen, Textbilder ohne Texte – muralistisch motivierter, sozialistischer Realismus? Anklänge an ein anonymisiertes Arbeiten im Öffentlichen, ein Arbeiten mit Sprays und Schablonen, das deutliche Negieren einer Handschrift, die Propaganda der Eigengestaltung als Abgrenzung zur Konvention.
27.Beim siebten im Bunde Daniel Man ist „die Straße mit viel Fun verbunden, weil sie spontan reagiert – oder vermeintlich spontan, viele Sachen entstehen inzwischen ja in mühsamer Kleinstarbeit zu Hause. Das ist fast schon konzeptuelle Street. Ich hätte gern, dass das, was akademisch ist, wieder durchflutet wird von dem Spontanen und Witzigen.“ Chin. Zitat: „Hüte dich vor Männern, deren Bauch beim Lachen nicht wackelt!“
28.Im Fragmentarischen verbirgt sich das pluralistische, kollektive Weltbild einer entindividualisierten Weltsicht. Alles ist flach geworden, die Oberfläche ist Farbe ohne Raum – aber mit hoher deckkraft.
29.Allen Beteiligten, deckkraft, Marc und Walter, vor allem, aber auch allen 7 Künstlern, insbesondere für den Mut der Teilnahme, sei ganz herzlich gedankt. Die Ergebnisse sind überzeugend und die malerische Wirkkraft verblüffend. Die Ausstellung hier ist ein seltener Beweis, dass Kollektive durchaus ihren Sinn stiften können. Denn sie irritieren uns, wenn sie gut sind, da es unserem sonstigen heutigem Streben nach Individualität widerspricht. Weiter so Deckkraft.
30.Schluß machen bedeutet – Gut ist´s!
© Walter Eul und Marc von Criegern – deckkraft.org

Urbane Folklore

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Urbane Folklore!

Herbert Baglione (BRA), Bibichun (MY), BLU (I), Shepard Fairey (US), A.J. Fosik (US), Os Gemêos (BRA), Koralie (F), Daniel Man (D), 9 Micro + Bart (MM), Thu Myat (MM), Mirko Reisser (DAIM) (D), SupaKitch (F), Thu Myat (MM), Vitché (BRA), Zezão (BRA)

 

Ausstellung 06.07.13 – 23.08.13

Kunstraum Innsbruck

Maria Theresien Str. 34, Arkadenhof
A-6020 Innsbruck
Tel  +43-512-584000
Fax +43-512-584000-15
office(at)kunstraum-innsbruck.at

Photos: MRpro

Courtesy: Reinking Projekte Hamburg, Nusser & Baumgart München, Kunstraum Innsbruck

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Urbane-Folklore Mr7 in Urbane Folklore

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Urbane-Folklore Mr10 in Urbane Folklore

Urbane-Folklore Mr11 in Urbane Folklore

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GEOMETRY AND FRIENDS

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The Huntington Beach Art Center presents, Geometry and Friends, a group exhibition with works by Antonio Beecroft, John Dembski, April Kawaoka, Daniel Man, James Melinat, Christine Nguyen, Pam Posey, Andre Woodward, and Michael Wysong

 

Collaboration works between Christine Nguyen and Daniel Man:

2010-2013
(mailed back and forth from Southern California to Munich)
mixed media on papers

Courtesy and Photos by Christine Nguyen

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reKOLLEKT Cologne

 

Das Berliner SCHAU FENSTER und Party Arty zu Gast in Köln. Best of 10 years! Anlässlich des Jubiläums der Berliner Veranstaltungsreihe Party Arty lädt Die Kunstagentin den Kurator, Autor, Musiker und Radiomoderator Jan Kage aka Yaneq zu einer gemeinsamen Ausstellung nach Köln ein.

Präsentiert werden 26 Künstlerinnen und Künstler, die den Kurator in den letzten 10 Jahren in seinen vielseitigen Kunstprojekten begleitet haben:

CHRISTIAN AWE – LENNART BREDE – ANINA BRISOLLA – JOHANNES BUSS – IL-JIN ATEM CHOI – DAG – LUKAS FEIREISS – 44FLAVOURS – AMELIE GRÖZINGER – PHILIP GRÖZINGER – KLUB7 – KIM KÖSTER – DIRK LANGE – MAJA LINKE – DANIEL MAN – FELIX AND MUMFORD – KLAUS JÖRRES – JEROEN KRAMER – CHRISTOPH KRÖNKE – NATHAN MENGLESIS – EKATERINA MITICHKINA – NIK NOWAK – MANFRED PECKL – STOHEAD – MORITZ STUMM – SUPERBLAST

 

Jan Kage, Il-Jin Atem Choi, Amelie Grözinger, Philip Grözinger, Felix and Mumford und Ekaterina Mitichkina sind zur Vernissage am 07. März 2013 persönlich anwesend.

 

DIE KUNSTAGENTIN
ANNE SCHERER
Maastrichter Strasse 26
50672 Köln / Germany
Tel: +49 (0)221  888 99 100
Fax: +49 (0)221  888 99 101
Mail: hallo@diekunstagentin.de
Web: www.diekunstagentin.de

Vernissage: Donnerstag, 07.03.2013, 19–22 Uhr

Ausstellungszeitraum: 08.03.–01.06.2013 | Do–Sa 12–20 Uhr

 

Daddy YoU can’t make a cactus…this has been done !

Grimmuseum1 in Daddy YoU can’t make a cactus...this has been done !Grimmuseum2 in Daddy YoU can’t make a cactus...this has been done !

Grimmuseum präsentiert:
Daddy YoU can’t make a cactus…this has been done! 18. Januar – 17. februar 2013 kuratiert von dem zehnjährigen cato J. Dibelius Die präsentierten Künstler sind: Seb Koberstädt, Michael Sailstorfer, Thomas Behling, Rodrigo Oliveira, Roman lang, Martin Pfeifle, Djuneid Duloo, Jakub Moravek, Kristof Kintera, Emanuel Fanslau, Daniel Man, Michael Zheng, Julien Berthier, Michel de Broin
Cato ist in San francisco, München und Berlin aufgewachsen und hat auf seinen Reisen mit seinem Vater, dem Künstler Robert Barta, über 400 Ausstellungen besucht. Dadurch entstand seine Idee, eine Ausstellung mit seinen Lieblingskünstlern zusammen zu stellen. Durch die intensive beschäftigung mit Kunst, hat Cato mit zehn Jahren bereits ein geschultes auge für Kunst entwickelt: Er kennt Werke, Künstler und Hintergründe, merkt sich kleine Details, und entfaltet lebhafte Assoziationen.
Die Wahrnehmung von Kindern ist direkt, assoziativ und unvoreingenommen und basiert auf intuitiven Elementen, wie Größe, Form und Farbe. In dieser Ausstellung wird die Frage aufgeworfen, inwiefern die Art der Wahrnehmung sich auf die Rezeption von Kunst auswirkt. Welche Kriterien ziehen Kinder zur Beurteilung von Kunst heran?
Catos Lieblingswerke regen die Sinne an: sie riechen, sie bewegen sich, sie sind laut und bunt, von manchen kann gegessen werden. Er mag humorvolle Arbeiten, in denen die ursprüngliche funktion von Objekten außer Kraft gesetzt wird, um ihnen eine andere Aufgabe zu übergeben: Ein betonmischer wird zur Popcornmaschine, Bier und Schokolade wird zu Farbe.
In dieser Ausstellung geht es nicht um eine theoretische Auseinandersetzung mit Kunst und künstlerischen Positionen, sondern um eine intuitive Herangehensweise. Persönliche Vorlieben und unmittelbares Gespür determinieren die Wahl der Werke. Indem Kunst aus einem anderen Blickwinkel betrachtet wird, können auch wir über unsere Wahrnehmung lernen: wie sehen wir Kunst, inwiefern hat sich unser Geschmack geändert und welche Unterschiede bzw. Ähnlichkeiten bestehen zwischen unseren Bewertungskriterien und denen eines Kindes?
Für mehr Informationen und bilder bitte Kontakt mit stokou@grimmuseum.com aufnehmen

 

Grimmuseum proudly presents
Daddy YoU can’t make a cactus…this has been done ! January 18, 2013- february 17, 2013 curated by cato J. Dibelius Presented artists: Seb Koberstädt, Michael Sailstorfer, Thomas Behling, Rodrigo Oliveira, Roman Lang, Martin Pfeifle, Djuneid Duloo, Jakub Moravek, Kristof Kintera, Emanuel Fanslau, Daniel Man, Michael Zheng, Julien Berthier, Michel de Broin
at the age of 10, Cato J. Dibelius’ first show will appear at the Grimmuseum in January 2013. having grown up in San francisco, Munich and berlin, cato has visited over four hundred exhibitions with his father, the artist Robert barta. With this cato developed a sophisticated approach to confronting art works. He learnt to look closely at art, remembering small details and cultivating vivid associations with individual works. from this the idea emerged to put a show together in which his favourite works were exhibited in the same space.
Children’s perception is direct, associative and without expectations, based intuitively on elements such as size, form, colour. This exhibition engages with the question of how this influences their reception of art. What art appeals to a child’s mind; their personal preferences and immediate responses? By presenting a show curated by a ten-year old, this exhibition questions the criteria with which a young mind evaluates art.
Cato’s favourite works stimulate the senses: they smell, they move, they are loud, they are co- lourful, some you can even eat. he likes art works that are humorous, works, where the original function of the object makes way for a peculiar re-interpretation. This exhibition is not a theoretical confrontation with art and artistic production, but rather one in which intuition determines the selection of works and their relationship to one another. From this exhibition, based on seeing the world from a different angle, we can also learn about our own per- ception of art: how do we see art, how much has our taste changed, and why these changes have occured with every individual?
For more information and pictures please contact us at stokou@grimmuseum.com

SONDERBAR

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sonderbar – Die Gesellschaft vom Dachboden eine Hommage auf die Erzählung von Ernst Kreuder
Department für öffentliche Erscheinungen, Judith Egger, Beate Engl, Klaus von Gaffron, grauklang/Wolfgang Hurle, Uwe Oldenburg, Sigi Siegel, Herbert Woyke, Carolina Kreusch, Daniel Man, Samuel Rachl, Eva Ruhland, Wolfgang Stehle, Stefan Stefinsky, Martin Wöhrl, Nikolai Vogel
Ausstellungseröffnung: Montag 3. Dezember 2012, 19 Uhr
Begrüßung: Klaus von Gaffron Einführung: Jochen Meister, Kunsthistoriker
Ausstellungsdauer: 4. Dezember bis 31. Dezember 2012
Ort: streitfeld, Streitfeldstrasse 33, Rückgebäude/ 3.OG Dachboden, 81673 München, www.streitfeld.net
Kurator: Klaus von Gaffron

„Von der Kunst zum Beispiel erwarte ich immer wieder, dass sie die Realität der Abbilder, der Abziehbilder durchstößt und ins Irreale fortschwebt.“ Diesen Satz lässt Ernst Kreuder einen der Protagonisten seiner Erzählung Die Gesellschaft vom Dachboden aus dem Jahr 1946 aussprechen und charakterisiert damit die Ideale der vielen Künstlerzirkel die nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen Trümmerbergen tagten. In seiner märchenhaften Erzählung ahnt Kreuder die „Aussteiger“ der 1970er Jahre voraus und lässt die Mitglieder eines auf dem Dachboden gegründeten geheimen Männerbundes frei vom Alltäglichen über die Werte des Lebens diskutieren. Diese Szenerie dient dem Kurator Klaus von Gaffron als Ausgangspunkt für die Ausstellung sonderbar – Die Gesellschaft vom Dachboden. Er hat 15 Münchner Künstlerinnen und Künstler eingeladen, Arbeiten für den 400 qm großen Dachboden des Atelierhauses Streitfeldstrasse zu entwickeln. Vorgefundene Materialien bilden die Grundlage vieler Objekte. Im Nebeneinander mit den abgestellten Gegenständen auf dem Dachboden wird damit die Frage der Wertigkeit von Kunst heute aufgeworfen. Das verbindende Element zwischen Erzählung und Ausstellung bleibt das Geheimnisvolle in der Kunst.

Daniel Man:

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vlnr: Daniel Man, Judith Egger

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vlnr: Carolina Kreusch, Wolfgang Stehle, Martin Wöhrl

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Kurator Klaus von Gaffron bei der Eröffnungsrede

Sonderbar3 in SONDERBAR

Presseinformation

sonderbar – Die Gesellschaft vom Dachboden
eine Hommage auf die Erzählung von Ernst Kreuder

Department für öffentliche Erscheinungen, Judith Egger, Beate Engl, Klaus von Gaffron, grauklang/Wolfgang Hurle, Uwe Oldenburg, Sigi Siegel, Herbert Woyke, Carolina Kreusch, Daniel Man, Samuel Rachl, Eva Ruhland, Wolfgang Stehle, Stefan Stefinsky, Martin Wöhrl, Nikolai Vogel

Ausstellungseröffnung: Montag 3. Dezember 2012, 19 Uhr

Begrüßung: Klaus von Gaffron
Einführung: Jochen Meister, Kunsthistoriker

Ausstellungsdauer: 4. Dezember bis 31. Dezember 2012

Öffnungszeiten: Donnerstag und Freitag 16 Uhr bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag 14 Uhr bis 18 Uhr (außer Sonntag den 23. Dezember 2012)

Ort: streitfeld, Streitfeldstrasse 33, Rückgebäude/ 3.OG Dachboden, 81673 München, www.streitfeld.net

Kurator: Klaus von Gaffron, Mobil 0172/8922682

„Von der Kunst zum Beispiel erwarte ich immer wieder, dass sie die Realität der Abbilder, der Abziehbilder durchstößt und ins Irreale fortschwebt.“ Diesen Satz lässt Ernst Kreuder einen der Protagonisten seiner Erzählung Die Gesellschaft vom Dachboden aus dem Jahr 1946 aussprechen und charakterisiert damit die Ideale der vielen Künstlerzirkel die nach dem Zweiten Weltkrieg zwischen Trümmerbergen tagten. In seiner märchenhaften Erzählung ahnt Kreuder die „Aussteiger“ der 1970er Jahre voraus und lässt die Mitglieder eines auf dem Dachboden gegründeten geheimen Männerbundes frei vom Alltäglichen über die Werte des Lebens diskutieren. Diese Szenerie dient dem Kurator Klaus von Gaffron als Ausgangspunkt für die Ausstellung sonderbar – Die Gesellschaft vom Dachboden. Er hat 15 Münchner Künstlerinnen und Künstler eingeladen, Arbeiten für den 400 qm großen Dachboden des Atelierhauses Streitfeldstrasse zu entwickeln. Vorgefundene Materialien bilden die Grundlage vieler Objekte. Im Nebeneinander mit den abgestellten Gegenständen auf dem Dachboden wird damit die Frage der Wertigkeit von Kunst heute aufgeworfen. Das verbindende Element zwischen Erzählung und Ausstellung bleibt das Geheimnisvolle in der Kunst.

Die Künstlergruppe Department für öffentliche Erscheinungen (gegründet 1995 in München) erklärt den Dachboden des Atelierhauses zum Speicher für „Leerstellen“ im öffentlichen Raum, für Verschwundenes – Gegenstände, Personen, Regeln, Verhaltensweisen, Geräusche oder Medien. Ihr partizipatives Konzept public [dis]appearance macht das Verschwinden mit einer Aktion und einer Videoarbeit auf unterschiedlichen Ebenen in der Ausstellung sichtbar. Mit der Frage „Was ist aus dem öffentlichen Raum verschwunden?“ werden die Besucher aufgefordert, ihre persönliche Wahrnehmung auf einer Postkarte darzustellen. Alle Postkarten werden an einer Wand gesammelt. Das Video 10 Seconds zeigt den Abbau von öffentlichen Telefonzellen und weist auf die Unmöglichkeit hin heute noch ein privates Gespräch im öffentlichen Raum führen zu können.

Judith Egger (*1973 in München) setzt sich in ihren Installationen und Performances vornehmlich mit biologisch motivierten Prozessen auseinander. Das Organische des Wachsens, des Werdens und der Transformation von Materie und Energie beschäftigen sie kontinuierlich. In ihrer Installation Gewölle – Konkokt in Bewegung (2012) formt sie Spinnenweben, Fliegenreste, Getrocknetes Gekröse, Staub und anderes undefinierbares Material zu Gebilden, die von der Decke des Dachbodens herunterhängen. Der Raum erfährt damit eine mystische Aufladung: was geht hier hinter verschlossenen Türen vor? Welche Lebewesen treiben hier ihr Unwesen?

Beate Engls (*1973 in Regen) Installationen befinden sich stets an der Grenze zwischen Realität und Fiktion. Anhand physikalischer Irritationen wie Vibration, Drehung oder Reflektion versetzt sie Objekte des Alltäglichen in neue Zustände und beeinflusst damit die Wahrnehmung des Betrachters. Ihre Arbeit Druhá smena (2011/2012) besteht aus einem Megaphon-Lautsprecher, einer Modelleisenbahn-Lampe, roten LEDs und einem Motor, der Lautsprecher schaukelt durch die Drehbewegung der Modelleisenbahn-Lampe gesteuert hin und her. Zu hören ist der verzerrte Klang eines Mixes aus verschiedenen kommunistischen Propagandafilmen über den euphorischen Bau der slovakischen Eisenbahnlinie Trať Mládeže (Strecke der Jugend), die 1949 von Jungpionieren aus aller Welt fertiggestellt wurde.

Klaus von Gaffron (*1946 in Straubing) arbeitet als Künstler und Kurator. Als Künstler ist er für seine experimentellen Fotografien und ortspezifischen Performances bekannt. Um unsere Sehgewohnheiten in Frage zu stellen experimentiert er in seiner Fotografie mit Licht und kehrt dabei das mystisch rätselhafte von Alltagsobjekten hervor. Auch seine Installation auf dem Dachboden spielt mit diesen Elementen: zwei Plastikraben sitzen auf Stehlen im Raum. Sie sind mit Bewegungsmeldern ausgestattet und sprechen die Besucher mit den Worten “sonderbar” und “einzigartig” an. Diesen subtilen Kommentar auf die Ausstellung auf dem Dachboden hat von Gaffron Kreuders Erzählung entliehen, in der ein zahmer Rabe vorkommt, der das Wort “sonderbar” aussprechen kann.

Carolina Camilla Kreusch (*1978 in München) ist Bildhauerin und Objektkünstlerin. Ihre Installationen aus Pappe, mit pastellfarbenem Hochglanzlack bemalt, durchwuchern raumgreifend den Ausstellungsort. Sie wirken organisch, fast fleischlich, erinnern an Wucherungen und Haut und nehmen trotz dieser so menschlichen Züge eine fremde, undurchschaubare Systematik an. Kreusch klebt, montiert, sägt und lackiert die Einzelteile ihres Kosmos. Kommt der Besucher den Objekten näher verwischen die Grenzen zwischen ihm und der Kunst ganz plötzlich und ungewollt.

Daniel Man (*1969 in London) geht in seiner Arbeit prozessorientiert vor. In seiner Malerei beschäftigt er sich mit Fragen von Ästhetik, Symbolhaftigkeit und Raum. Anleihen alter Traditionen und Symbole aus dem Volksglauben finden sich in vielen seiner Arbeiten. Er übersetzt die jeweiligen Urtypen in seine Formsprache und verändert sie bis zur Unkenntlichkeit. Die Beziehungen zwischen den einzelnen Bildelementen funktionieren nach einer ganz eigenen Logik und verleihen der Malerei einen collageartigen Charakter. Mans Wandarbeit game over, but never mind (2012) orientiert sich an Schlagzeilen aus der aktuellen Tagespresse. Diese entnimmt er dem Kontext und codifiziert sie als geometrische Formen auf der Wand.

Samuel Rachl (*1941 in Traunstein) wurde durch seine Installations-Performances mit Angela Dauber bekannt. Für diese Ausstellung hat er sich jedoch für die Zeichnung als unmittelbarste Kunstform entschieden. Mit reduzierter Farbigkeit und schwarzen Linien auf weißem Papier entwirft er eindringliche Szenen des Alltäglichen. In collagehaften Kombinationen einzelner Bilder auf der Wand entwickelt Rachl abstrakte Narrationen, die Platz lassen für die Vorstellungskraft und Assoziationen des Betrachters. In ihrer Fragmenthaftigkeit bewahren die dargestellten Szenerien den Eindruck des Momenthaften. Auch seine auf dem Dachboden gezeigte Arbeit November 2012 (2012) zeichnet sich durch ungewöhnliche Anschnitte und weitgehende Aussparungen aus, mit wenigen Strichen wird hier die Einfachheit des Alltags dargestellt.

Eva Ruhland (*1961 in München) arbeitet mit den Medien Fotografie und Film. Die Videoinstallation Schatzkammern (2012), die sie in der Ausstellung sonderbar – Die Gesellschaft vom Dachboden zeigen wird, bezieht sich auf das Motiv der Schatzsuche, das in Kreuders Erzählung eine Rolle spielt. Auf sieben Monitoren werden „Schatzkammern“ persönlicher und künstlerischer Werte von Händen ständig verändert. Zu den Schätzen zählen biografische und historische Dokumente, Briefe, Fotografien, künstlerische Objekte und Videosequenzen. Die sich stetig verändernden Stillleben bilden dabei ständig neue Bedeutungszusammenhänge.

Wolfgang Stehle (*1965 in München) beschäftigt sich mit dem Erscheinungsbild außerstädtischer Kulturlandschaften. Seine architektonischen Skulpturen – meist aus alltäglichen Materialien hergestellt – zeigen dabei den inhaltlichen Wandel vom funktionalen Gebäude zum Kunstobjekt. Seine autonomen, funktionslosen Objekte erinnern in ihrer rudimentären Formgebung an Architektur, irritieren letztlich aber nur unsere Assoziation mit gebauten Vorbildern. Auch seine Skulptur Tony Orlando`s House (2009) funktioniert nach diesem Schema: Um eine schwarz gestrichene architektonische Grundform aus Holz sind in camouflageartigen Farben dünnere Holzplatten angebracht. Die abstrahierte architektonische Form befindet sich in einem ästhetischen Moment des Verfalls. Stehle interessiert sich hierbei insbesondere für das Sichtbarmachen des Auflösungsprozesses einer äußeren Form.

Nikolai Vogel (*1971 in München) arbeitet als Schriftsteller und Bildender Künstler. Für seine Installationen benutzt er häufig aussterbende Medientechnologien und verweist damit auf die Flüchtigkeit des als aufbewahrt Geglaubten. In der Ausstellung zeigt Vogel zwei Arbeiten: in ET Data (2012) stellt er zwei Computer Backup Tapes gegenüber. Die herausgezogenen Bänder tasten sich im Raum vor, greifen in die Luft, Richtung Himmel, und berühren sich in ihren Spitzen. Ein minimaler Kontakt. Ein fragiler Versuch, Information auszutauschen. Die Arbeit spielt mit Assoziationen wie zum Zeigefinger eines Außerirdischen und zum Deckengemälde der Sixtinischen Kapelle von Michelangelo. Die Archivkassetten verweisen zudem auf den Dachboden als Speicher und nehmen die Form einer minimalen Spinnwebe an. Coriolan (2012) zeigt die Hülle einer Beethovenplatte – jedoch ohne Inhalt. Stattdessen ist auf dem Cover eine kleine Data Cartridge angebracht. Auch hier thematisiert Vogel die Problematik des stetigen Medienwandels und die damit einhergehende Unmöglichkeit, das Immaterielle von Information zu fixieren.

Martin Wöhrl (*1974 in München) spielt in seinen Installationen mit Elementen von Skulptur, Design und Architektur. Er verwendet vornehmlich gefundene oder billige Materialien und baut daraus Remakes begehrlicher Objekte. Unter dem Dach zeigt er eine sinnliche Wandarbeit mit dem Titel Sonne (2012). Dafür werden alte Türen zersägt und kreisförmig zusammengesetzt. Der Titel ist der verwendeten Lackfarbe mit dem Namen Brillux “Sonnengelb” entliehen. Darüber hinaus entwickelt Wöhrl die Bodenarbeit Step (2012) aus 91 Waschbetonplatten, die auf dem Dachboden lagern. Zusammengefügt zu einer tribünenartigen Struktur erinnert die Arbeit an die minimalistischen Skulpturen Carl Andres.

Veranstaltungen
13. Dezember 2012, 19 Uhr

Nikolai Vogel liest aus seinem Roman Spam Diamond
Während wir in seinen Installationen häufig auf analoges und digitales Tapematerial stoßen, bekommen wir es in seinem neuen Buch mit E-Mails zu tun – Spam-Mails: Inmitten der täglichen Spam-Flut entdeckt ein junger Münchner Computerjournalist eines Tages eine mysteriöse E-Mail, in der ihm mitgeteilt wird, dass 3000 Euro auf sein Konto überwiesen wurden. Tatsächlich ist das Geld auch dort eingegangen. Weitere Mails folgen, die konkrete Aufträge enthalten: Er soll Kurierdienste zwischen München und Antwerpen für einen Diamantenschmugglerring übernehmen. Als Entschädigung bekommt er in Antwerpen die Prostituierte Véronique zur Seite gestellt, deren Anziehung er heillos verfällt und immer tiefer in ein Doppelleben rutscht. Nikolai Vogel erzählt seinen Debütroman mit hohem Tempo, voller Nervenkitzel und unerwarteter Wendungen bis zur letzten Seite.

Performance von Grauklang Aus der Zeit – ein Gespräch
Wolfgang Hurle, Uwe Oldenburg, Sigi Siegel und Herbert Woyke
In einem Dachraum ist zwischen abgestelltem Mobiliar eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst aufgebaut. Um einen Tisch sitzen vier Männer. Es herrscht Arbeitsatmosphäre am Tisch. Es soll eine neue Performance konzipiert werden, deren Ausgang die  Erzählung Die Gesellschaft vom Dachboden von Ernst Kreuder bildet, und die in einer zeitgenössischen Ausstellung zu diesem Text zur Aufführung kommen soll.

Performance Staub (2. Teil)
Stefan Stefinsky, Günther Basmann, Ardhi Engl
Zwei Koffer, ein Tisch, zwei Stühle, eine Spieldose, eine alte Stereoanlage. Diese antiquiert wirkenden Gegenstände scheinen seit der Ausstellungseröffnung auf dem Dachboden abgelegt worden zu sein. In Wahrheit stellen sie das Setting für die Performance Staub dar: Drei Musiker benutzen die Gegenstände als Percussioninstrumente. Mit der Stereoanlage wird davon eine Aufnahme gemacht die wiederholt überspielt wird, dadurch nimmt das Rauschen auf den Aufnahmen zu. Staub legt sich auf die Dinge. Der Prozess der Geschichtswerdung wird im Zeitraffer musikalisch interpretiert.

Wintersonnenwende EQUINOX
21. Dezember 2012, 19 Uhr
Performance Staub (3.Teil)
Stefan Stefinsky, Günther Basmann
Als Teil drei seiner Performancereihe Staub ist EQUINOX zu Gast bei sonderbar – Die Gesellschaft vom Dachboden.
EQUINOX knüpft an eine alte Tradition an, die Jahreszeiten mit einem Ritual zu begrüßen. Der Musiker Stefan Stefinsky improvisiert mit Kollegen frei nach dem Grundthema der Jahreszeit. Die Wahl der Instrumente spiegelt die jahreszeitliche Stimmung.

Finissage
31. Dezember 2012, 19 Uhr

Weiteres Material und Bilder unter

Gefördert durch

Streitfeld, Lf A, Landeshauptstadt München Kulturreferat

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst

Berufsverband Bildender Künstler München und Oberbayern E.V.

 

 

INTROSPECTION, die innere Wirklichkeit des Künstlers

Liebe Freunde der zeitgenössischen Kunst,

gerne möchten wir Sie am 11. 11. 2012 ab 17.00 Uhr zu unserer Ausstellung

INTROSPECTION

Die innere Wirklichkeit des Künstlers

in das artlabmannheim, F 2, 4a, 68159 Mannheim einladen.

Hintergrund des Projektes ist zum einen der Beginn des Karnevals, also eines Brauchs, bei dem die Menschen ein zweites Gesicht, eine meist verborgene subjektive Wirklichkeit hinter der Fassade oder Maske ihrer öffentlichen Selbstdarstellung offenbaren, zum anderen ist es der Tag, an dem das Fest des Sankt Martin gefeiert wird, welches eng mit menschlicher Großzügigkeit und der Symbolik des Lichts verbunden ist.

Das artlabmannheim zeigt sich aus diesem Anlaß ebenfalls in einem neuen, ungewohnten Gesicht und präsentiert eine umfangreiche Auswahl an individuellen bildnerischen Positionen, die sich im weitesten Sinn als Manifestationen von innersten Gedanken, Gefühlen und Vorstellungen der beteiligten Künstler offenbaren. Gezeigt werden Werke von:

Roy Adzak, Otmar Alt, Shusaku Arakawa, Alan d’Arcangelo, Eduardo Arroyo, Nicolas Baernreuther, Thomas Bayrle, Erwin Bechtold, Miguel Berrocal, Anna und Bernhard Blume, Alighiero e Boetti, Carolina Brack, Anina Brisolla, Samuel Buri, Michael Buthe, Jürgen Claus, Pierre Clerc, Gianni Colombo, Corneille, Karl Fred Dahmen, Werner Degreif, Rolf-Gunter Dienst, Nguyen Ducmanh, Natalia Dumitresco, Niki Elbe, Alfred Emmerich, Wojciech Fangor, Alekos Fassianos, Yolande Fièvre, Lothar Fischer, Winfred Gaul, Dieter Glasmacher, Habbah, Robert Häusser, Jens Hafner, Otto Herbert Hajek, Hans Hartung, Walter Heckmann, Reginald Herard, Erwin Heerich, Alexandre Istrati, Klaus Jürgen-Fischer, Horst Egon Kalinowski, Ruprecht von Kaufmann, Björn Knapp, Martin Knauf, Douglas Kolk, Uwe Kowski, Dieter Krieg, René Laubies, Luciano Lattanzi, Uwe Lausen, Adolf Luther, Heinz Mack, Daniel Man, Georges Mathieu, Roberto Matta (geboren am 11. 11. 2011), Georg Meistermann, Joan Miró, Christiane Möbus, Arnika Müll, Daavid Mörtl, Hans Nagel, Hide Nasu, Werner Nöfer, Georges Noel, Claes Oldenburg, Jignesh Panchal, Otto Piene, Eva von Platen, Fabrizio Plessi, Louis Quilici, Robert Rauschenberg, Jürgen Reipka, Christoph Ruckhäberle, Michael Sandle, Antonio Saura, Jack Savant, Werner Schreib, Bernard Schultze, Jaroslav Serpan, K.R.H. Sonderborg, Manfred Stumpf, Kumi Sugai, Antoní Tàpies, Susa Templin, Alastair Thain, Günther Uecker, Ursula, Bill Viola, Matthias Völcker, Franz Erhard Walther, Franziska Wolff, Marcel Weber/Olga Weimer.

Parallel zur Ausstellung findet im RESTAURANT HEXE, das im Vorderhaus des artlabmannheim gelegen ist, ab 19.00 Uhr eine künstlerisch-kulinarische Performance mit Lesungen von Joscha Barisch & Jack Savant, Musik von DJ Beutelmann sowie „hexenhaften“ Speisen und Getränken statt.

Mit freundlichen Grüßen

Rolf Lauter

Dr. Rolf Lauter
Managing Director & Curator

K & K STIFTUNG
Gemeinnützige GmbH
für Kunst und Kultur
F 2, 4a
D – 68159 MANNHEIM
M   +49 172 631 5454
kundkstiftung@gmail.com
www.rolf-lauter.com

Spotlight at Nusser & Baumgart

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Spotlight3 in Spotlight at Nusser & Baumgart

Spotlight4 in Spotlight at Nusser & Baumgart

 

Pressetext
Daniel Man

Spot°light: „Wie wahr ich?“

 

 

Nusser & Baumgart freut sich sehr, im Rahmen der Open Art neue Arbeiten des in London geborenen Künstlers Daniel Man (*1969) zu zeigen.

Im Spot°light, einem speziellen Ausstellungsformat von Nusser&Baumgart, werden aktuelle Entwicklungen eines Künstlers, bestimmte Werke oder Werkkomplexe in den Fokus gestellt.

 

Der Entstehungsprozess steht bei Daniel Man im Mittelpunkt seiner Arbeit. Der Besucher sieht in der Ausstellung das Ergebnis eines langen Verfahrens, in dem sich der Künstler mit Fragen zu Ästhetik, Räumlichkeit und Symbolik beschäftigte. In den gezeigten Papierarbeiten ist der Prozess erst auf den zweiten Blick ersichtlich. Unter dem schwarzen Hintergrund der Werke kann man frühere Formen und Konturen erahnen. Der Künstler übersetzte hier das Verfahren der Subtraktion, wie es in der Bildhauerei angewandt wird, auf die zweidimensionalen Papierarbeiten: Schritt für Schritt trägt er vorheriges Material wieder ab, in dem er es mit Schwarz übermalt. Übrig bleiben abstrakte Objekte, deren individuelle Formen ex negativo, also aus dem nicht-Sein des sie Umgebenden, definiert werden.

Dieses antithesische Vorgehen ist ein charakteristischer Aspekt in Daniel Mans Œuvre. Der Künstler sucht immer wieder nach den Schnittstellen und Zwischenräumen. Die Spannung zwischen dem Eindeutigen und dem Vagen ist es, was ihn antreibt. Zwar verwendet er in seinen Werken oft Symbole aus dem Volksglauben, aus Brauchtümern und Traditionen; deren Urtypen werden aber immer wieder aufgebrochen oder entfremdet. Daniel Man interessiert sich nicht nur für die Mystik die von diesen Sinnbildern ausgeht, sondern auch für deren Doppeldeutigkeit in verschiedenen Kultursystemen. Wie ein Chiffre, das zur anonymen Kommunikation verwendet wird, reißt der Künstler die Symbole aus ihrem Kontext und arbeitet so deren universalen Deutungsanspruch heraus.

Die schwarze Fahne, die Man ausstellt, veranschaulicht dieses Interesse für Traditionen und Symbole. Fahnen wurden im frühen Altertum als Stammes- und Feldzeichen benutzt, kamen vor allem im militärischen Kontext zum Einsatz und wurden deswegen oft kirchlich geweiht und in besonderer Weise aufbewahrt. Im Laufe der Zeit, und auffälligerweise gerade mit Fortschreiten der Moderne, wurde die Verwendung von Fahnen immer vielfältiger und entwickelte sich von einem Kriegsutensil zu einem der populärsten Träger für Werbebotschaften. Heutzutage sind Fahnen in den Großstädten so allgegenwärtig, dass sie kaum mehr wahrgenommen werden und von ihrem ursprünglichen Kontext losgelöst wurden. Daniel Man entwendet die Fahne wieder ihrer Allgegenwärtigkeit und konfrontiert sie mit Symbolen aus dem Volkstümlichen. Im Mittelpunkt des aufgenähten Bildes sind die Konturen einer Schildkröte zu sehen, die sowohl im abendländischen, als auch im chinesischen Kulturkreis symbolisch aufgeladen ist.

Bei der im Raum hängenden Fahne wird auch Mans Auseinandersetzung mit Räumlichkeit in Bildern deutlich. Das aufgenähte Motiv und der Stoff selbst sind zweidimensional. Aufgehängt an einem Mast wird das Textil zur Fahne und somit zu einem raumgreifenden Objekt. Damit baut Man ein Spannungsfeld auf, das Bezüge zu seinem vergangenen künstlerischen Schaffen öffnet: Als ehemaliger Graffiti-Künstler versuchte er in zweidimensionalen Bildern durch Schattierungen und Perspektive eine möglichst realistische Dreidimensionalität zu erreichen. Dieses Interesse an der Räumlichkeit entwickelt er in seinen neuen Arbeiten weiter und umgeht gleichzeitig eindeutige Zuordnungen.

Auch die große Spiegelarbeit beschäftigt sich einerseits mit Möglichkeiten der Dimensionalität und Mans Vergangenheit als Graffiti-Künstler, andererseits steht auch hier der Arbeitsprozess im Vordergrund. Die Formen und Muster folgen keinem vorgegebenen Schema. Die Entstehung verlief über einen längeren Zeitraum, und der Abschluss der Arbeit entsprang eher einem unterbewussten Gefühl, als einer definitiven Überzeugung. Ähnlich dem Ansinnen der von den Surrealisten eingeführten Écriture automatique, ist damit ein hoher Grad an Authentizität und Unmittelbarkeit in der Arbeit spürbar. Die Technik des Sgraffito, eine historische Technik zur Wandbearbeitung (zu deutsch: „kratzen“), von der sich auch die Bezeichnung des Graffiti ableiten lässt, wendet der Künstler auf einem Spiegel an und erzielt damit einen Effekt, der mit Licht und Reflexion spielt. Bezeichnend ist, dass sich Daniel Man aber auch für die Rückseite interessiert und hier die Oberflächenwirkung durch die matte Beschichtung eine ganz andere ist. Die Rückseite zeigt deutlich die Spuren der Bearbeitung; die spröde, ungleichmäßige Oberfläche enthält komplexe, unsystematische Strukturen. Das schwarze Bergseil mit Henkersknoten, an dem der Spiegel befestigt ist, zeigt einmal mehr, dass Daniel Man in seinen Arbeiten am Gegensätzlichen interessiert ist.

Text: Dana Weschke

Courtesy Nusser & Baumgart, München

Martin Wöhrl & Martin Fengel, Jazz Frühschoppen

Jazz2 in Martin Wöhrl & Martin Fengel, Jazz Frühschoppen

Jazz3 in Martin Wöhrl & Martin Fengel, Jazz Frühschoppen
Sonntag, 15.7.2012, 11–15 Uhr
Martin Fengel & Martin Wöhrl laden zum Jazzfrühschoppen.
Piano: Christoph Easy Ising, Musik: Reinhold Böh
Mit Gregor Hildebrandt, James Reineking, Heiner Blumenthal, Heike Döscher, Wolfgang Stehle, Tim Bennett, Daniel Man, Herbert Nauderer, Emanuel Seitz, Marco Schuler, Gerhard Sterr, Stefan Lenhart, Stefan Hirsig, Martin Wöhrl und Martin Fengel.
Martin & Martin, die beiden Münchner Künstler, die sich 2000 in Edinburgh kennenlernten, haben gemeinsam Ausstellungen bestritten, Zauberabende veranstaltet und für die Kammerspiele einen München- und Martin-Abend organisiert. Im Museum Villa Stuck wagen Sie sich auf das Jazzparkett und laden zu einem Frühschoppen der besonderen Art. Ein Bildhauer und ein Fotograf treffen auf Hard Bob, Swing und Free Jazz.
Der Eintritt ist frei.

siehe: Villa Stuck Begleitprogramm

reKOLLEKT. A Retrospective of Perspectives from Selected Ecleted – 9 Jahre Party Arty: Kunst im Leben – Leben im Kunst

 

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reKOLLEKT
A Retrospective of Perspectives from Selected Eclected 9 Jahre PARTY ARTY : Kunst im Leben – Leben in Kunst

 

Plakattext:

Anlässlich des 9ten Jubiläums der Reihe PARTY ARTY stellt der Kunstraum Kreuzberg / Bethanien eine breite Auswahl derjenigen KünstlerInnen aus, die in den neun Jahren die Klubnächte mit ihren Arbeiten veredelt haben.
Seit neun Jahren vereint die Klubreihe PARTY ARTY bildende Künste, Musik und Bühnenliteratur in rauschenden Festen. Bei der Kuration interessiert dabei nie, ob die KünstlerInnen aus dem Urban Art Kontext stammen oder einen akademischen Hintergrund haben, die DJs und Bands HipHop oder Elektro spielen und die Wort-Artisten Poetry oder Short Stories vortragen: „Kunst kommt zuallererst von Haltung!“, postuliert der PARTY ARTY Diktator Yaneq dogmatisch. „Kunst ist keine Demokratie. Kunst ist eine Diktatur und ich bin hier Diktator!“ So lädt er ein, wer ihm gefällt.
„Kunst im Leben – Leben in Kunst“ – so der Untertitel der Schau – beseelt die Räume des Kunstraum Kreuzberg / Bethaniens aber nicht allein mit bildender Kunst; die Musiker und DJs der Party Arty Army (so der Name des Kollektivs all derer, die jemals etwas zur PA beigetragen haben)
werden während der Ausstellungsdauer immer wieder Konzerte geben, Sessions spielen, es werden neben einer großen Spoken Word-Veranstaltung zur Langen Buchnacht, mehrere Lesungen und Performances aufgeführt, Filmabende installiert und weiterer Inhalt injiziert.
Dem Anspruch folgend in Kunst zu leben und Leben in die Kunst zu bringen, werden zwei der Ausstellungsräume des Kunstraum Kreuzberg / Bethaniens zu einem Doppelgänger von Yaneqs Wohnung umgebaut, um so seiner Sammlung eine eigene Bühne zu geben. Diese Sammlung, viel eher ein Konglomerat unterschiedlicher künstlerischer Arbeiten, dem Diktator im Laufe der Jahre von den KünstlerInnen vermacht, ist das Substrat aus neun Jahren kuratorischer Praxis – und damit wichtiger Bezugspunkt.
Yaneq und die Videokünstlerin Anina Brisolla werden für die Ausstellungsdauer von sieben Wochen in dieser Wohnung wohnen und arbeiten. So bringen sie das tatsächliche Leben in die Ausstellung, die sich erst aus der Vereinigung von Kunst und Leben ergeben hat. Ein weiterer Raum ist für das Party Arty Stipendiaty reserviert: Ein 24 Stunden-Stipendium für internationale KünstlerInnen, das neben der Residenz in der Ausstellung, die Möglichkeit schafft, eben diesen Raum zu gestalten. JedeR kann sich bewerben. Die Stipendiaten übergeben sich in einem öffentlichen Ritual täglich um 17 Uhr den Schlüssel zum Raum.
Angefangen in Friedrichshains kleinem, feinem Klub Lovelite hat PARTY ARTY eine Reise über den Keller des Festsaal Kreuzbergs, den Club 103, diverse Offlocations bis hin zur Ritter Butzke gemacht und ist zu einer festen Größe im Berliner Nachtleben geworden. Arbeiten von knapp 100 zeitgenössischen KünstlerInnen wurden gezeigt, ebenso viele DJs und Bands spielten auf und knapp 50 Poeten griffen sich das Mikrofon. Die taz attestierte gar „Kultstatus“ und die Berliner Zeitung schrieb der Reihe „Pionierarbeit“ in Sachen Klub und Kunst zu.
PARTY ARTY wird 9 Jahre alt. Was soll man das Zehnjährige feiern, wenn man Zahlenmystiker ist? Die 10 ist nur eine 1 und eine 0, binär und somit rein faktische Information. Die 9 hingegen ist magisch, perfekt und rund und kommt immer bei sich selber an: 9 mal 9 ist 81, Quersumme 9. 9 plus 9 ist 18, 3 mal 9 ist 27 und so weiter. – deswegen wird die große Retrospektive im Kunstraum Kreuzberg / Bethanien auch bereits dieses Jahr organisiert. Es werden aktuelle Arbeiten vieler derjenigen KünstlerInnen gezeigt, die Teil der PARTY ARTY Saga geworden sind und eine umfangreiche Videodokumentation der PARTY ARTY Aktionen und Inhalte präsentiert.

Aktuelle Infos unter:

www.party-arty.de

www.kunstraumkreuzberg.de

 

Alle teilnehmenden KünstlerInnen in keiner besonderen Reihenfolge:
44 Flavours Manfred Peckl Stefan Rink Superblast Maike Gräf Il-Jin “Atem“ Choi Becker Schmitz Jim Avignon Dirk Krecker Daniel Man Heiner Franzen Madeleine Boschan Johannes Buss Marc Bijl Anton Unai Benja Sachau Maja Linke Dirk Lange Anina Brisolla Ziska Riemann Nathan Menglesis Nomad Stohead Christoph Krönke Christian Awe Laura Bruce Martin Frese Emess Marcus Sendlinger Chérie & Nackt Amelie Grözinger Gogoplata Kim Köster Niels Grugel Lucia Sotnikova & Brad Downey Philip Grözinger Shan Blume Jeroen Kramer Heiko Zahlmann East Eric Just Lukas Feireiss DAG Christiane Klatt Various & Gould Chris Logan Marc Jung Poet & Arunski Klub 7 Eliot M. Henning Peter Lorenz Moritz Stumm Nik Nowak Lawrence Tooley

Courtesy Jan Kage aka Yaneq, Berlin

 

Beitrag Il-Jin Choi und Becker Schmitz:

P1110183 in reKOLLEKT. A Retrospective of Perspectives from Selected Ecleted - 9 Jahre Party Arty: Kunst im Leben - Leben im Kunst

P1110184 in reKOLLEKT. A Retrospective of Perspectives from Selected Ecleted - 9 Jahre Party Arty: Kunst im Leben - Leben im Kunst

 

Im Hintergrund (vlnr): Daniel Man, Stohead

P1110188 in reKOLLEKT. A Retrospective of Perspectives from Selected Ecleted - 9 Jahre Party Arty: Kunst im Leben - Leben im Kunst

 

Beitrag Daniel Man:

P1110186 in reKOLLEKT. A Retrospective of Perspectives from Selected Ecleted - 9 Jahre Party Arty: Kunst im Leben - Leben im Kunst

P1110187 in reKOLLEKT. A Retrospective of Perspectives from Selected Ecleted - 9 Jahre Party Arty: Kunst im Leben - Leben im Kunst