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EIS, EISBABY im Lenbachbaus

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EIS, EISBABY, 2018, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München, Foto: Simone Gänsheimer © Daniel Man

Daniel Man bewegte sich über viele Jahre in der Graffiti- und Streetart-Szene und arbeitet bis heute mit der Spraydose. Der kraftvolle Ausdruck des Graffiti wird in seinen Arbeiten erlebbar. EIS, EISBABY knüpft an die gleichnamige Sprühaktion an, die der Künstler zwischen 2014 und 2016 auf dem Platz vor dem Lenbachhaus durchführte. In regelmäßigen Abständen gestaltete er dort die Außenwände eines Eiskiosks neu und setzte ihn so kontinuierlich in ein neues visuelles Verhältnis zu seiner Umgebung. EIS, EISBABY (2018) greift visuelle Fragmente der Kiosk-Gestaltung auf und entwickelt sie weiter zu einer raumgreifenden Malerei-Installation im Innenraum des Museums. Der Betrachter taucht ein in eine Farbwelt, die sich collageartig aus verschiedenen Versatzstücken zusammensetzt. Darin erscheint auch eine leicht  modifizierter Slogan einer Anti-Graffiti-Kampagne. Daniel Man ersetzte das Wort „Sprüher“ durch „Künstler“, um anzudeuten, dass sich Letztere längst auf ähnliche Weise den öffentlichen Raum aneignen. Er spielt damit auf Wechselwirkungen zwischen Alltags- und Hochkultur an, die die Entstehung von Kunstrichtungen wie Pop Art stark beeinflusst haben.

Entnommen aus: Texttafel in der Austellung „I’m a believer“

Pop Art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und KICO Stiftung

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[…]Die Städtische Galerie im Lenbachhaus richtete Warhol bereits früh eine Einzelausstellung aus. Das Lenbachhaus war auch der Ort der legendären Begegnung zwischen Warhol und Joseph Beuys. Die Ausstellung I’m a Believer. Pop Art und Gegenwartskunst aus dem Lenbachhaus und der KiCo Stiftung beginnt mit dieser Geschichte. Klassische Positionen wie Andy Warhol, Thomas Bayrle, Ulrike Ottinger und Hannsjörg Voth bilden den Auftakt. Von Sigmar Polkes German Pop über Stephen Shores Fotografien nordamerikanischer Vorstädte führt die Ausstellung bis in die Gegenwart des Populären in der Kunst. In dieser Reihe stehen Hans-Peter Feldmann, Isa Genzken, Judith Hopf, Daniel Man und Pietro Sanguineti.

I’m a Believer ist zugleich ein Bekenntnis zur Malerei. Zu sehen sind eines der weltweit größten Gemäldekonvolute von Maria Lassnig, Werke von Miriam Cahn für die documenta 14 und neueste Malerei-Installationen der US-Amerikanerin Amy Sillman.

Ein von Gerhard Richter eigens für das Lenbachhaus eingerichteter Raum stellt die Grenzen der Kunst im Allgemeinen und der Malerei im Speziellen vor Augen. Richters Fotografie-Zyklus Birkenau macht die Darstellung des Undarstellbaren zum Thema. Er fragt, welche Bilder zur Erinnerung und Verarbeitung unserer Geschichte zur Verfügung stehen. Fotografien sowie Video- und Dia-Installationen von Gerard Byrne, Willie Doherty und Michaela Melián schließen sich diesen Fragen an und erweitern die Gattungen und Reflexionen der Ausstellung in die großen Themen unserer Gegenwart.[…]

Entnommen aus:

www.lenbachhaus.de/ausstellungen/im-a-believer/