
BMW FOUNDATION München
10.04. – 30.07.2025
Lola Cuallado, Laurentius Sauer, Judith Grassl, Lea Grebe, Ena Oppenheimer, Jakob Gilg, Lilly Varga, Sebastian Bühler, Daniel Man, Maria Justus, Janina Roider, Jaemin Lee,
Tabata von der Locht, Linus Muellerschoen, Burcu Bilgiç, Timur Lukas
Text entnommen: BMW Foundation Herbert Quandt
Mon Muellerschoen und Timur Lukas kuratieren die Ausstellung „Fragments of a Fragile Future“ und präsentieren 16 Positionen von Künstler:innen aus München und Augsburg, die sich auf unterschiedliche Weise mit diesem herausfordernden Thema auseinandersetzen. Der Titel „Fragments of a Fragile Future“ thematisiert die Zerbrechlichkeit und Unsicherheit unserer Zeit. „Fragil“ verweist auf die Verletzbarkeit, während „Fragmente“ die Tatsache betonen, dass die Zukunft in Teilen erkennbar ist, aber noch nicht vollständig begreifbar. Der Titel vermittelt ein Gefühl der Unvollständigkeit und der potenziellen Gefahr, was die oft brüchigen und komplexen Aspekte unserer Gegenwart und Zukunft in den Fokus rückt. Die Ausstellung spiegelt verschiedene Dimensionen dieses Themas wider, von der individuellen Zerbrechlichkeit der Zukunftsperspektiven über gesellschaftliche Spaltungen bis hin zur Zerstörung der Umwelt. Die Vielfalt der künstlerischen Arbeiten reicht von subtilen Zeichnungen und Malereien, die mit fragilen Strichen die Unsicherheit der Zukunft ansprechen, bis hin zu Fotografien, die sich mit den Auswirkungen des Raubbaus an natürlichen Ressourcen und dem menschlichen Eingriff in die Natur befassen. Diese Werke verdeutlichen die Fragilität unserer Ökosysteme und die weitreichenden Folgen menschlichen Handelns. Darüber hinaus zeigen einige Arbeiten, die das menschliche Bild in den Mittelpunkt stellen, Versuche, Antworten auf eine Zukunft zu finden, die durch technologische, gesellschaftliche und existenzielle Veränderungen geprägt ist. Die Ausstellung beleuchtet auf vielfältige Weise, wie Fragmente einer ungewissen Zukunft bereits in der Gegenwart sichtbar sind und welche Herausforderungen uns noch bevorstehen. Die beiden Kuratoren hielten es für wichtig, ein Thema zu wählen, das uns alle betrifft, wenn auch in unterschiedlichem Maße. Mit ihrer Expertise und ihrem Wissen über die hiesige Kunstszene sowie ihre langjährige Erfahrung als Kurator:innen wollen sie mit dieser Ausstellung nicht nur Fragen aufwerfen, sondern auch zu einem tieferen Verständnis der gegenwärtigen Herausforderungen und ihrer möglichen Lösungen beitragen. Mon Muellerschoen hat sich durch ihre Zusammenarbeit mit privaten und Unternehmenssammlungen, darunter Hubert Burda Media und Roland Berger, ein großes Netzwerk von Künstler:innen, Kurator:innen und Kunstliebhaber:inne aufgebaut. Sie schreibt zudem eine wöchentliche Kunstkolumne für die Zeitschrift BUNTE und ist ständig auf der Suche nach neuen künstlerischen Impulsen.
Timur Lukas (2018 Diplom, Akademie der Bildenden Künste München) war Meisterschüler von Gregor Hildebrandt. Seine Arbeiten wurden in renommierten Institutionen wie dem Neuen Aachener Kunstverein und dem Kunstverein Augsburg gezeigt sowie in einer Einzelausstellung bei KNUSTxKUNZ in Kooperationmit VogelArt präsentiert. Eine Publikation zu seinem Werk erschien im Distanz Verlag. Lukas wird von der Galerie Nina Mielcarczyk in Leipzig vertreten.